
Gedanken zu Jungfrau
nachdem sich der Sommer doch noch von seiner sonnigen Seite gezeigt hat, werden die ersten Anzeichen des Herbstes nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Wir wünschen einen angenehmen Übergang zu den kürzer werdenden Tagen...
wie steht die Rolle der Jungfrau im Horoskop im Verhältnis zur Figur der Jungfrau in Gesellschaft, Biologie oder Religion? Diese Frage wollen wir hier lieber nicht diskutieren! Und dennoch könnte das Thema gedanklich für ein paar stille Minuten lohnend sein.
So treten wir ein in den Monat der Ernte und wahrlich hat sich der Begriff schleichend und gegen besseres Wissen erheblich erweitert im Angesicht menschlicher Existenzbewahrung. Was immer vom ursprünglichen Ideal der Reinheit, der Unversehrtheit der Erde mit ihren Lebewesen übriggeblieben ist, es steht nicht gut um die natürlichen Verhältnisse. Mehr denn je ist das Individuum gefordert, Antworten auf die Zustände zu finden, um dazu beitragen, die Dinge zum Besseren zu wenden.
Womöglich gilt es, der Einsicht zu folgen, zuerst vor der eigenen Tür zu kehren, bevor das Ganze gesunden kann. Aus astrologisch-psychologischer Erkenntnis leitet sich ab, dass der Zustand der Welt, in der sich der Einzelne bewegt, entscheidend vom persönlichen Beitrag abhängt. Dies setzt ein Mindestmass an Selbstkenntnis voraus, um das eigene Wohl und die Zufriedenheit aller fördern zu können.
Also warten wir nicht, bis die Politik oder andere externen Interessengemeinschaften das für uns übernehmen. Es wird kaum geschehen. Nutzen wir die Tage der beweglichen Erde, um mit den eigenen Belangen ins Reine zu kommen. Wie steht es um Gesundheit, Existenzbewältigung und die Einordnung in das Getriebe der Welt? Wo überlasse ich die Sorge um meine ureigenen Angelegenheiten den Institutionen der Moderne? Zu welchem Grad bestimme ich darüber, was mich ausmacht? Bin ich im besten Sinne die letzte Instanz aller Fragen, die sich um mein eigenes Sein drehen?
Niemand weiss, welcher Weg für die Zukunft der Menschheit der richtige oder gar der Beste ist. Nur den eigenen Pfad zu erkennen und zu begehen kann Zufriedenheit und Identität erzeugen, was zudem der sinnvollste Beitrag zum Ganzen ist. Schauen wir mit jungfräulicher Nüchternheit den Realitäten ins Auge, um mit Begeisterung wieder Anschluss an das Natürliche im Leben finden zu können.
Viel Glück bei der Ernte!
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